Cost per Click (CPC), auf Deutsch Kosten pro Klick, gibt an, wie viel ein Werbetreibender für einen Klick auf eine Anzeige bezahlt. CPC gehört zu den grundlegenden Kennzahlen in der Suchmaschinenwerbung, im Social Advertising und in anderen Formen performanceorientierter Online-Werbung.
Dabei muss zwischen einem Gebot und den tatsächlich entstandenen Kosten unterschieden werden. Ein maximales CPC-Gebot beschreibt, wie viel ein Werbetreibender grundsätzlich für einen Klick zu zahlen bereit ist. Der tatsächliche CPC ist der Betrag, der für einen konkreten Klick abgerechnet wird. Der durchschnittliche CPC fasst die Kosten mehrerer Klicks zusammen.
CPC beantwortet damit eine Kostenfrage. Ob die eingekauften Klicks anschließend zu Leads, Käufen oder Gewinn führen, muss mit weiteren Kennzahlen bewertet werden.
Was ist der Cost per Click?
Der CPC zeigt die durchschnittlichen oder konkreten Kosten eines Anzeigenklicks. Bei CPC-basierter Werbung entstehen Kosten nicht allein dadurch, dass eine Anzeige eingeblendet wird. Abgerechnet wird der Klick beziehungsweise die in der Plattform als kostenpflichtiger Klick definierte Interaktion.
Google bezeichnet das CPC-Preismodell teilweise auch als Pay per Click. Im präziseren Sprachgebrauch beschreibt PPC das Abrechnungsprinzip, während CPC den Preis beziehungsweise die Kennzahl pro Klick bezeichnet.
Durchschnittlichen CPC berechnen
Für eine Kampagne lautet die grundlegende Formel:
durchschnittlicher CPC = Klickkosten / Anzahl der Klicks
Verursacht eine Kampagne 600€ Klickkosten und erzielt 2.000 Klicks, ergibt sich:
600€ / 2.000 = 0,30€
Der durchschnittliche CPC beträgt 0,30€.
Diese Kennzahl darf nicht mit dem CPC eines einzelnen Klicks verwechselt werden. Einzelne Klicks können unterschiedlich viel kosten, während der Durchschnittswert alle berücksichtigten Klickkosten zusammenfasst.
Maximaler, tatsächlicher und durchschnittlicher CPC
Maximaler CPC
Der maximale CPC ist ein Gebot oder eine Obergrenze innerhalb einer Gebotslogik. Er zeigt, welchen Betrag ein Werbetreibender grundsätzlich für einen Klick einsetzen möchte.
Tatsächlicher CPC
Der tatsächliche CPC ist der Betrag, der für einen konkreten Klick berechnet wird. In Auktionssystemen hängt dieser Wert unter anderem vom Wettbewerb und von der jeweiligen Anzeigenauktion ab.
Durchschnittlicher CPC
Der durchschnittliche CPC ergibt sich aus den gesamten Klickkosten geteilt durch die Anzahl der Klicks. Er eignet sich zur Auswertung von Kampagnen, Anzeigengruppen, Keywords oder anderen Segmenten.
Wie entsteht ein CPC?
Bei vielen Werbeplattformen wird ein Werbeplatz in einer Auktion vergeben. Der CPC hängt deshalb nicht nur vom eigenen Gebot ab.
Je nach Plattform können unter anderem folgende Faktoren eine Rolle spielen:
- Wettbewerb
- Gebotsstrategie
- Anzeigenqualität
- Relevanz
- Erwartete Nutzerreaktion
- Kontext der Ausspielung
- Gerät
- Standort
- Tageszeit
- Zielgruppe.
Ein höheres Gebot garantiert daher nicht automatisch die beste Platzierung. Ebenso kann ein Werbetreibender mit hoher Relevanz in bestimmten Systemen effizienter einkaufen als ein Wettbewerber mit schlechter passenden Anzeigen.
Was ist ein guter CPC?
Einen allgemein guten CPC gibt es nicht. Ein Klick für 5€ kann sehr profitabel sein, wenn daraus regelmäßig hochwertige Aufträge entstehen. Ein Klick für 0,20€ kann dagegen teuer sein, wenn kaum ein Besucher konvertiert. Entscheidend ist, welcher wirtschaftliche Wert hinter einem Klick steht.
Ein sinnvoller Vergleich erfolgt deshalb gemeinsam mit Kennzahlen wie:
- Conversion Rate
- Cost per Acquisition
- Cost per Lead
- Umsatz
- Deckungsbeitrag
- Customer Lifetime Value
- Return on Ad Spend.
CPC und Conversion Rate
Der CPC beschreibt nur den Einkauf des Traffics. Die Conversion Rate zeigt, welcher Anteil dieses Traffics die gewünschte Handlung ausführt.
Ein vereinfachtes Beispiel:
- CPC: 1€
- 100 Klicks
- Kosten: 100€
- Conversion Rate: 5%
- Conversions: 5
Die Werbekosten pro Conversion betragen in diesem Fall 20€.
Steigt der CPC auf 1,20€, aber gleichzeitig die Conversion Rate auf 8%, kann die Kampagne trotz teurerer Klicks effizienter werden. Deshalb sollte ein niedriger CPC nicht isoliert optimiert werden.
CPC und CTR
CPC und CTR (Click-Through-Rate) messen unterschiedliche Aspekte einer Anzeige.
- CTR: Wie häufig wird aus einer Impression ein Klick?
- CPC: Wie viel kostet ein Klick?
Eine höhere CTR kann in manchen Auktionssystemen mit besserer Anzeigenrelevanz zusammenhängen, daraus folgt aber nicht automatisch ein bestimmter CPC. Wettbewerb, Gebote und weitere Qualitätssignale verändern die Preisbildung.
CPC und PPC
CPC und PPC (Pay-per-Click) werden im Alltag häufig synonym verwendet, sind aber nicht exakt dasselbe. PPC bezeichnet das Modell „Pay per Click“: Es wird pro Klick bezahlt. CPC bezeichnet den Preis oder die Kennzahl: Wie hoch sind die Kosten pro Klick?
Eine Kampagne kann daher eine PPC-Kampagne sein und gleichzeitig einen durchschnittlichen CPC von beispielsweise 0,85€ besitzen.
Welche Faktoren beeinflussen den CPC?
Wettbewerb: Je mehr Werbetreibende um ähnliche Zielgruppen oder Suchanfragen konkurrieren, desto höher kann der Preisdruck sein.
Suchintention: Kaufnahe Suchbegriffe können wirtschaftlich wertvoller und deshalb stärker umkämpft sein als rein informationale Begriffe.
Qualität und Relevanz: Gut passende Anzeigen und Landingpages können die Effizienz verbessern.
Zielgruppe: Demografische, geografische und verhaltensbezogene Segmente unterscheiden sich in Nachfrage und Wert.
Gebotsstrategie: Manuelle und automatisierte Strategien optimieren nach unterschiedlichen Zielen.
Saisonalität: Wettbewerb und Nachfrage können zu bestimmten Zeiten deutlich steigen.
Wie lässt sich der CPC sinnvoll optimieren?
CPC-Optimierung sollte nicht einfach auf den niedrigsten möglichen Klickpreis zielen. Entscheidend sind qualifizierte Klicks zu wirtschaftlich tragfähigen Kosten.
Dazu gehören:
- Irrelevante Suchanfragen oder Zielgruppen ausschließen
- Kampagnen nach Suchintention strukturieren
- Anzeigen und Landingpages enger aufeinander abstimmen
- Gebote nach tatsächlichem Conversion-Wert steuern
- Geräte, Regionen und Zeiten getrennt auswerten
- CPC gemeinsam mit CPA, Umsatz und Marge betrachten.
Grenzen und häufige Fehlinterpretationen
Ein niedriger CPC ist nicht automatisch gut. Billiger Traffic kann wenig Kaufabsicht besitzen und hohe Folgekosten verursachen. Ein hoher CPC ist nicht automatisch schlecht. In margenstarken oder hochpreisigen Märkten kann ein teurer Klick wirtschaftlich sinnvoll sein.
Auch CPC-Werte unterschiedlicher Plattformen oder Kampagnentypen sind nur eingeschränkt vergleichbar. Ein Klick auf eine markenbezogene Suchanzeige entsteht in einer anderen Nutzungssituation als ein Klick aus einem Social-Media-Feed.
Häufige Fragen zum CPC
Was bedeutet CPC?
CPC steht für Cost per Click und bezeichnet die Kosten pro Klick auf eine Werbeanzeige.
Wie berechnet man den durchschnittlichen CPC?
Die gesamten Klickkosten werden durch die Zahl der Klicks geteilt.
Was ist der Unterschied zwischen CPC und PPC?
PPC bezeichnet das Bezahlmodell pro Klick. CPC bezeichnet die Kosten beziehungsweise den Preis eines Klicks.
Ist der maximale CPC gleich dem tatsächlichen CPC?
Nein. Das maximale CPC-Gebot beschreibt eine Gebotsgrenze oder Vorgabe. Der tatsächliche CPC ist der abgerechnete Betrag eines Klicks.
Ist ein niedriger CPC immer besser?
Nein. Entscheidend ist, ob die Klicks relevante Nutzer erreichen und wirtschaftlich wertvolle Conversions erzeugen.